UVEITIS ANTERIOR - ENTZÜNDUNG DER MITTLEREN AUGENHAUT IM VODEREN ABSCHNITT

Die mittlere Augenhaut, die Uvea, gehört zu den drei Schichten des menschlichen Augapfels. Sie besteht aus der Regenbogenhaut (Iris), dem Strahlenkörper (Corpus ciliare) und der Aderhaut (Choroidea). Aufgaben der Uvea sind die Regulierung des Lichteinfalls, des Augeninnendrucks und der Sehschärfe.

Eine Uveitis ist eine Entzündung der Uvea. Bei der Uveitis anterior liegt der Entzündungsherd im vorderen Bereich des Auges und betrifft hier hauptsächlich die Regenbogenhaut.

Symptome einer Uveitis anterior sind starke Augenrötung, stechende Schmerzen, Blendungsgefühl, vermehrter Tränenfluss, erhöhte Lichtempfindlichkeit und verschwommenes Sehen. Die Erkrankung kann akut oder schleichend beginnen.

Was sind die Ursachen?

Die Forschung geht davon aus, dass die meisten Formen der Uveitis autoimmun bedingt sind. Das bedeutet, dass eine Fehlsteuerung des Immunsystems vorliegt. Normalerweise wehrt das Immunsystem Krankheitserreger wie Viren und Bakterien ab, aber im Fall einer Autoimmunerkrankung und der diese manchmal begleitend auftretenden Uveitis greift es körpereigenes Gewebe an – hier das Auge. Weil die Uveitis dazu tendiert, immer wiederzukehren, spricht man von einer rezidivierenden Uveitis anterior.

Kurkumin gegen Entzündungen

Gelbwurz (Curcuma longa) kennt man aus der asiatischen und arabischen Küche als intensiv-gelben Bestandteil der Curry-Gewürz-Mischung. Die Pflanze gehört zur Familie der Ingwergewächse und wird seit Jahrtausenden in der traditionellen chinesischen Medizin und im indischen Ayurveda eingesetzt.

Heute besinnt man sich allgemein wieder vermehrt solcher Natursubstanzen. In der modernen Medizin wird Kurkumin wegen seiner antientzündlichen und antioxidativen Eigenschaften eingesetzt. Auch bei einer rezidivierenden Uveitis anterior ist es möglich, durch Einnahme von Kurkumin eine Verminderung der Schübe zu erzielen. Einer italienischen Studie zufolge berichteten 86 Prozent der untersuchten Patienten mit Uveitis anterior nach vier bis sechs Wochen Einnahme von Kurkumin über deutliche Besserung der Symptome. Auch konnte eine starke Reduktion der wiederauftretenden Entzündungsschübe festgestellt werden.¹

Damit sich die entzündungshemmenden Eigenschaften von Kurkumin entfalten können, bedarf es der regelmäßigen Zufuhr größerer Mengen dieses Stoffes. Dies ist allein über die Ernährung nicht möglich. Eine ergänzende Einnahme von Kurkumin ist daher empfehlenswert.

¹ Allegri P, Mastromarino A, Neri P. Management of chronic anterior uveitis relapses: efficacy of oral phospholipidic curcumin treatment. Long-term follow-up. Clin Ophthalmol. 2010;4:1201-6.